Am 11. Juni 2026 traf sich die KlimaKoop der Klimainitiativen des Landkreis München zum zweiten Mal – diesmal rund ums Thema Mitgliedergewinnung. Und eines vorweg: Die zwei Stunden vergingen wie im Flug – und hätten locker länger sein können.
Das kennen wir alle
Zu wenig aktive Mitglieder, unklare Rollen, Überlastung durch zu viele Ideen und Projekte gleichzeitig – das ist die Realität vieler ehrenamtlicher Klimainitiativen. Genau hier hat die KlimaKoop angesetzt: Wie gewinnen wir neue Mitglieder? Wie verteilen wir Aufgaben sinnvoll? Und wie schaffen wir es, dass Engagement Freude macht, statt erschöpft?
Kreative Stellenanzeigen – so geht’s
Die AG „Stellenanzeigen“ hatte in den letzten Monaten verschiedene Ansätze ausprobiert und konkrete Vorlagen entwickelt, die Lust machen aktiv zu werden – statt nach einer Pflichtübung auszusehen. Die Ergebnisse: Texte, Ideen und Vorlagen, die alle Netzwerkmitglieder direkt für ihre Initiative nutzen und anpassen können.
Der „2. Kreis“ – ein Modell, das weiterhilft
Den Hauptinput des Abends lieferte Rike Pätzold vom IPE mit dem Konzept des „2. Kreises“. Die Idee dahinter: Nicht alle Unterstützer*innen einer Initiative wollen oder können gleich stark eingebunden sein – und das ist völlig okay. Das Modell hilft, Menschen nach ihrem jeweiligen Interaktionswunsch einzuteilen und gezielt anzusprechen, vom losen Sympathisanten bis zur aktiven Kerngruppe.
Was folgte, war eine lebhafte Runde, in der das Konzept direkt auf die eigenen Initiativen übertragen wurde. Welche „Kreise“ gibt es schon? Wie können sie bewusster gestaltet und genutzt werden? Die Erkenntnis: Viele haben bereits funktionierende Ansätze entwickelt. Man muss das Rad nicht neu erfinden – man muss nur voneinander lernen.

Was als nächstes kommt
Im Herbst 2026 geht’s weiter – und zwei konkretere Projektthemen zeichnen sich bereits ab: ein landkreisweites Vorhaben zur Stärkung von Solarenergie gemeinsam mit dem Verein MetropolSolar, für das Verbündete gesucht werden. Erfahrungen mit Stellenanzeigen für Ehrenamtliche könnten dabei direkt zum Einsatz kommen.
Zudem ist aufbauend auf dem Impuls zum zweiten Kreis eine initiativenübergreifende Arbeitsgruppe zur Projektorganisation in den Klimainitiativen im Gespräch. Hier will die KlimaKoop von den unterschiedlichen Erfahrungen und Ansätzen ihrer Mitglieder profitieren und allen Teilnehmern durch Synergien Arbeit abnehmen.
Die KlimaKoop möchte zusammen mit ihren Mitgliedern gemeinsam das Programm für das nächste Treffen gestalten. Wer also Ideen hat, kann diese gerne auch über uns einbringen unter info@ush.klimaneutral.2035.de

Übrigens: Schon jetzt trägt die Zusammenkommen Früchte. So organisierten nach dem Kennenlernen beim ersten Vernetzungstreffen zum Beispiel die Höhenkirchen-Siegertsbrunner Initiative “Nachhaltige Zukunft” mit den Autoteilern aus Oberhaching und Vaterstetten einen Infoabend rund ums Carsharing – auf dass sich das Autoteiler Konzept im Landkreis weiter multipliziert.


