
Den Termin im WIR – Laden am Freitag, 27. März, nutzte unsere Arbeitsgruppe “Stadt-Land-Klima”, um das Ergebnis ihrer Arbeit vorzustellen. Die aus drei Personen bestehende AG hat sich über ein Jahr mit dem aktuellen Stand der Klimaschutz-Bestrebungen in Ober- und Unterschleißheim beschäftigt und zwar mithilfe des Mess-Tools “Stadt-Land-Klima”.
Unter dem Motto „Was man nicht messen kann, kann man nicht verbessern“ war es das Ziel, den Stand der Klimaschutzmaßnahmen in den beiden Kommunen aufzuzeigen und für die Zukunft auch Fortschritte nachvollziehbar zu dokumentieren.
Grundlage der vorgenommenen Einschätzung ist dabei, wie schon gesagt, der Bewertungskatalog des Vereins und des gleichnamigen Messtools “Stadt-Land-Klima”. Er soll Deutschlands Kommunen helfen, bis 2035 klimaneutral zu werden.
Der Katalog enthält 37 einfach zu messende Maßnahmen aus sechs Kategorien (Energie – Verkehr – Landwirtschaft, Natur und Ernährung – Industrie, Wirtschaft und Konsum – Gebäude und Wärme – Klimaschutzmanagement und Verwaltung). Diese sollen die Klimaschutz-Bemühungen zwischen Deutschlands Kommunen vergleichbar machen.
Unsere AG stellte zunächst die Hintergründe und Funktionsweise des Tools vor. Im Anschluss präsentieren die AG-Mitglieder anhand von einigen Maßnahmen-Bereichen, wo die beiden Kommunen derzeit beim Klimaschutz stehen und wie die Bewertungen zu verstehen sind. Es zeigte sich, dass auf der einen Seite nicht alle Bewertungskriterien auf jede Kommune passend angewendet werden können, und auf der anderen Seite, dass die Einschätzung des Umsetzungsstands anhand des vorgegebenen Bewertungssystems auch für Interpretation offen ist.
Dabei kam es zu lebhaften Diskussionen mit den anwesenden Zuhörern, die wertvollen Input und auch Verbesserungsvorschläge für die zukünftige Anwendung einbringen konnten.
Unsere AG berichtete außerdem, dass sie den beiden Kommunen (dem Bürgermeister, dem Stadt- bzw. Gemeinderat sowie der Verwaltung) bereits die Ergebnisse zugeschickt und um Rückmeldung dazu gebeten hatte. Insbesondere in Unterschleißheim hat die Verwaltung bereits zweimal detaillierte Rückmeldung gegeben sowie Verbesserungsvorschläge und Ergänzungen rückgemeldet. Ein Zeichen dafür, dass das Thema ernst genommen wird.
Die Dokumentation mithilfe von Stadt-Land-Klima soll mindestens einmal jährlich aktualisiert werden. Ein mögliches Ziel wäre auch, sich mittels des Tools die Positiv-Beispiele aus anderen Kommunen anzusehen und konkrete Vorschläge für Verbesserungsmöglichkeiten im Klimaschutzbereich in den Stadtrat bzw. die Verwaltung einbringen zu können.
Übrigens: Wer sich für das Tool bzw. die Arbeit unserer AG interessiert, kann sich jederzeit entweder direkt bei uns melden oder über das Tool selbst die von unserer AG vorgenommene Bewertung korrigieren bzw. Verbesserungsvorschläge einbringen.



